Schritt 2A
"Die Amerikaner sind Weltmeister dieser Technik", meint Michael Stachowitsch, Meeresökologe an der Universität Wien im pressetext-Interview. Es sei allerdings nicht ganz unproblematisch, da es nicht völlig geklärt sei, ob die Fische, die sich in diesen Riffen aufhalten, sich von anderen Gebieten hier sammeln, oder ob es tatsächlich zu einer Vergrößerung der Population komme. "Unklar ist auch, ob sich diese Materialien, die sonst unter hohen Kosten verschrottet werden müssten, als Riffbausteine eignen." Metall sei nicht das bevorzugte Substrat für eine Rifflandschaft, so Stachowitsch. Es gehe nämlich nicht nur um die Fische, sondern auch um die Ansiedlung zahlreicher wirbelloser Tiere und Pflanzen. "Da Metall rostet, bietet es langfristig keine Umweltverbesserung." Einen Vorteil räumt der Experte aber ein: "wenn es neue Riffe am Meeresgrund gibt, ist diese Unterwasserlandschaft wenigstens vor der Zerstörung der Grundschleppnetze sicher."
Schritt 2B
Als in New York 2001 mehr als 1.000 U-Bahn-Waggons ausrangiert wurden, kam die Idee die Metallhüllen als Riffe im Meer zu versenken. Ehe dies geschah wurden die Wagen von Schmierstoffen gereinigt, die Fahrgestelle, Fenster, Türen und die Sitze wurden entfernt. Übrig blieben nur noch die 9.000 Kilogramm schweren Boxen, die mit ihren Öffnungen für eine optimale Wasserzirkulation sorgen. Kritisch nahmen einige Umweltgruppen allerdings die Tatsache auf, dass sich in den Waggons auch Teile aus Asbest befinden, die den Fischen schaden könnten. Tinsman meint dazu, dass diese Gefahr sehr gering sei, da Asbest nur in Form von Epoxy-Matrix vorliege und damit nicht gefährlich sei.
Noch mehr zum Lesen hier.
